Da der Staat nicht erst seit Sylvester 2015 auf sein Gewaltmonopol verzichtet, bzw. er es einfach nicht mehr anwendet, formieren sich nun auch in Deutschland mehr und mehr Bürgerinitiativen, um selbst zur Sicherheit beizutragen und eben nicht, um das Recht selber in die Hand zu nehmen.
Ich vermeide von vornherein das Wort Bürgerwehr, es ist negativ belastet, auch wenn es lediglich nur beschreibt, worum es denn geht, nämlich darum, dass Bürger sich zur Wehr setzen. Selbiges ist in diesem Land aber nicht erwünscht, da in diesem Land keine wehrhaften Bürger erwünscht sind, diese nennt man dann im ersten Schritt  besorgte Bürger, dann  Wutbürger und abschließend  Nazi.
Ich meine , behaupten zu können, dass jede Initiative welche sich Bürgerwehr nennt, innerhalb von nur vier Wochen medial hingerichtet wird und sich in alle vier Winde zerstreut.
So geschehen auch in Lübeck, nur dauerte es hier nicht einen Monat bis das hehre Ansinnen der Angst wich und die Initiatoren ihre eigene Gruppe ver- und sich selbst überliessen.
Hatte man bei der Gruppengründung noch davon gesprochen, für seine Frau und Familie und zu derem Schutze auf die Straße zu gehen, gab man nun an, aus Sorge um seine Frau und Familie eben nicht auf die Straße zu gehen. Zu groß wurde die Sorge Opfer von linksextremer Gewalt zu werden, obwohl einem noch nicht einmal ein laues Gegenlüftchen entgegengeweht war, das blosse Aufzeigen ihrer Fehler -und das auch noch aus den eigenen Reihen- reichte aus um ihr gutgemeintes Anliegen im Sande verlaufen zu lassen.
Nun standen die Zeichen von vornherein schlecht, purer Aktionismus ist ein schlechter Ratgeber. Wenn aus einer Stammtischgruppe heraus, die aufgrund von rechter Gewalt längst im Radar von Szenemedien wie Indymedia ist, eine Bürgerwehr gegründet wird, ist klar, dass sofort zum Sturm geblasen und die Initiatoren auf der Zielscheibe der Linksterroristen als aktualisiertes Hauptangriffsziel landen. Der blosse Hinweis auf diesen Umstand sorgte für den Rückzug des Gruppengründers.
Der Hinweis darauf, dass äusserst schlechte Deutschkenntnisse, das Auslassen von Impressumsinformationen auf einer deutschen Domain,  dem Verständnis in der Bevölkerung konträr entgegenwirken, sorgte bereits für Übelkeit bei dem verbliebenen Administrator .Die Antwort auf sein naive Anfrage an die Polizei , ob eine Zusammenzuarbeit erwünscht sei, wird er wahrscheinlich vom Kommissariat für Staatsschutz erhalten und letztendlich dafür gesorgt haben, dass er seine eigene Bürgerinitiative umgehend verliess und im Regen stehen liess. Die nun zurückgelassenen potentiellen Streifengänger versuchen nun, zu retten, was zu retten ist, löschen endlich einmal alle Hitlerbildchen, die Nazis und auch linksextreme Trolle hinterlassen haben.

In Finnland und in Polen haben sich viele Bürger zusammengeschlossen, welche ein Ehrenamt ausüben, sie setzen sich für die Sicherheit in ihren Ortschaften ein…und sie tun das, mit dem Wohlwollen der Behörden. Selbiges ist in diesem unseren Land nicht zu erwarten. Wer dieses Ehrenamt in Deutschland ausüben möchte, muss wissen, dass er fortan als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit wahrgenommen und verfolgt wird. Gerade in Zeiten  wie diesen, in denen ein Bundesinnenminister vermeintliche Hassartikel von linksextremen Institutionen bei Facebook aufspüren lassen und Schnellgerichte für seiner Meinung nach rechtes, gefährliches Gedankengut einrichten will, sollte klar sein, dass man solche Initiativen nicht auf Facebook gründet und vor allem nicht führen kann.

Die Initiative der jungen Lübecker war begrüssenswert, aber zum Scheitern verurteilt. Es bleibt aber zu Hoffen, dass die guten und aufrichtigen Ansichten vieler der dort mit eingebundenen Leute fortgesetzt werden. Jedoch darf so etwas keinesfalls mehr von vorbestraften Personen, Personen aus dem rechtsextremen Lager, Personen mit nichttrennbaren  parteilichem Hintergrund ausgehen.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf den Leitfaden von Robin Classen, welcher ein langjähriger motivierter Aktivist ist, aber auch als angehender Jurist einige gute Ratschläge gibt, zur Gründung einer Initiative für Nachbarschaftsschutz.

http://einwanderungskritik.de/buergerwehr-gruenden-so-klappt-es/